Bezirksanlage Pfäffikon wird fit gemacht für die Zukunft

Die 1977/78 erbaute Bezirksanlage Pfäffikon umfasst das Bezirksgefängnis mit Sicherheitsabteilung, die Kantonspolizei, das Bezirksgericht, das Statthalteramt, das Notariat und den Sozialdienst. Nach fast 50 Jahren ist eine Gesamtinstandsetzung unausweichlich. Der Regierungsrat hat dafür 57,4 Mio. Franken bewilligt.

Wie bei den meisten Gebäuden aus den 1970er-Jahren, die noch keiner grösseren Instandsetzung unterzogen wurden, hat der Innenausbau inkl. aller technischen Anlagen das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Die Gebäude brauchen eine umfassende Erneuerung. Die Elektro-, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen werden teilweise komplett ersetzt.

Die Sicherheitsabteilung des Gefängnisses nimmt Insassen mit erhöhtem Gewaltpotential oder Fluchtrisiko auf. Allerdings kann sie im heutigen Zustand die geltenden Anforderungen nicht erfüllen. Der Umbau wird diese Mängel beheben. Zudem erhöht er die Kapazität der Sicherheitsabteilung von sechs auf zwölf Plätze.

Zeitgemäss, nachhaltig, ökologisch

Das Projekt erfüllt verschiedene Nachhaltigkeitsstandards (Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz, Minergie). Wo es möglich und sinnvoll ist, bleiben vorhandene Bauteile bestehen. Das spart neben Kosten auch sogenannte «graue Energie» ein. Dies ist die Energie, die beim Abbruch und Neubau von Bauteilen inkl. aller Zulieferketten anfällt. Erdsonden-Wärmepumpen und eine ergänzende Holzpelletheizung ersetzen die bisherige Ölheizung. Das neue System kann heizen und kühlen. Auf den Dächern wird grossflächig eine Photovoltaikanlage installiert. Die Fenster werden ersetzt sowie die Dächer und verschiedene andere Gebäudeteile zusätzlich gedämmt.

Umfassender Modernisierungsschub

Die Gesamtinstandsetzung macht die Bezirksanlage fit für die Zukunft. Die ohnehin notwendigen starken baulichen Eingriffe erlauben gleichzeitig einen umfassenden Modernisierungsschub. Dieser ermöglicht es den verschiedenen Amtsstellen, künftig zeitgemässe Dienstleistungen zu Gunsten der Bevölkerung zu erbringen.

Das Gefängnis bleibt während der Umbauzeit von fast zwei Jahren geschlossen. Die Inhaftierten halten sich in dieser Zeit in anderen Gefängnissen im Kanton Zürich auf. Das Bezirksgericht und die Polizei arbeiten innerhalb der Anlage in Provisorien.
 

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